Als sich 1925 viele internationale Vertreter in Genf zur Weltkonferenz trafen, wurde die Idee eines Internationalen Kindertages geboren. Aus dem Treffen resultierte die "Genfer Erklärung zum Schutze der Kinder".

Nach dem 2. Weltkrieg entstanden zwei Tage für die Kinderrechte. Einmal wurde der 1. Juni als Internationaler Kindertag besonders in den kommunistischen Länder des Ostblocks gefeiert, während die westlichen Ländern den 20. September als Weltkindertag feierten.

Für Deutschland gibt es daher zwei Traditionen.

In der DDR wurde der Internationale Kindertag ab 1950 eingeführt und war fortan ein herausragendes jährliches Ereignis im Leben der Kinder. Es gab Veranstaltungen mit Gratulationen und Geschenken von den Eltern und Erziehern. In Schulen und Kindereinrichtungen wurde der Tag mit Umzügen und Programmen gestaltet, wobei Lieder wie Kleine weiße Friedenstaube an den Charakter des Festes für Kinderrechte erinnern.

In der Bundesrepublik wurde in enger Abstimmung mit UNICEF, dem Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen, der Tag gefeiert. Hier wurden weniger die politischen Kinderrechte in den Vordergrund gestellt wie im Osten, hier wurden Spiel, Spaß und weniger die politischen Themen an dem Tag erörtert.

Heute werden beide Tage vor allem in Berlin gefeiert, was zu vielen Aktionen und besonderen Events für Kinder führt. Das auch viele Menschen an den Tagen bewegt werden zeigen die Teilnehmerzahlen von bis zu 120.000 Menschen in Köln und Berlin, den Hauptorten der Festlichkeiten.

Kinder, die im Süden der Republik unterwegs sind können heute z.B. im Playmobil Funpark Zirndorf freien Eintritt für den Park erhalten oder im Reiss-Engelhorn Museum kostenlos in die Mitmachausstellung.

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Ranzenfee & Koffertroll